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Ratgeber · Personal

Personalabteilung und KI: Lebensläufe, Beurteilungen und DSGVO

Gonzalo Sabater, Rechtsanwalt · 28. Oktober 2026 · 6 Minuten

Lebensläufe zusammenfassen, eine Stellenanzeige schreiben, eine Beurteilung vorbereiten oder auf eine Beschwerde antworten: KI spart der Personalabteilung viel Zeit. Doch jedes dieser Dokumente betrifft eine identifizierbare Person, manchmal sehr persönliche Bereiche ihres Lebens.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Was zu beachten ist

DSGVO

Lebensläufe, Lohnabrechnungen, Krankmeldungen, Abmahnungen und Beurteilungen sind personenbezogene Daten; manche gehören zu den besonderen Kategorien (Gesundheit, Gewerkschaftszugehörigkeit; Art. 9). Art. 22 beschränkt ausschließlich automatisierte Entscheidungen mit erheblicher Wirkung.

Arbeitsrecht

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Benachteiligungen etwa wegen Alter, Geschlecht oder Herkunft, auch wenn ein Werkzeug sie unbemerkt verursacht. Gibt es einen Betriebsrat, kann die Einführung technischer Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können, mitbestimmungspflichtig sein (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).

Europäische KI-Verordnung

Die Verordnung (EU) 2024/1689 stuft KI-Systeme für die Personalauswahl, etwa zum Filtern von Bewerbungen oder zur Bewertung von Bewerbern, als Hochrisiko-Systeme ein (Anhang III).

Eine vernünftige Arbeitsweise

  1. KI zum Schreiben, nicht zum Entscheiden: Über Menschen entscheidet ein Mensch.
  2. Entfernen Sie die Identität vor dem Senden: Name, Steuer-ID, Telefon, E-Mail, Anschrift, Geburtsdatum, Foto.
  3. Achten Sie auf indirekte Merkmale und auf alles, was diskriminieren kann: Alter, Herkunft, Gesundheit.
  4. Senden Sie keine Gesundheits- oder Gewerkschaftsdaten, wenn es nicht unbedingt nötig und gerechtfertigt ist.
  5. Prüfen Sie das Ergebnis.

Wo Maskwise hilft

Maskwise erkennt Namen, Steuer-IDs, Telefonnummern, E-Mails, Anschriften und Geburtsdaten in Lebensläufen und Akten, auch in gescannten, und entfernt Fotos mit Gesichtern aus Office-Dokumenten. Die KI arbeitet mit [PERSON_1]; die Zuordnung zur echten Person bleibt auf Ihrem Mac.

Kurz gesagt

  • Bewerber- und Beschäftigtendaten sind personenbezogen, manche besonders geschützt.
  • KI in der Personalauswahl kann ein Hochrisiko-System sein; denken Sie an AGG und Betriebsrat.
  • Entfernen Sie die Identität vor der KI-Nutzung und lassen Sie Menschen entscheiden.

Schwärzen Sie personenbezogene Daten, bevor Sie KI nutzen, ohne dass sie Ihren Mac verlassen.

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